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       Dr. Thomas Tartsch

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Neues von mir

Nachrichten und TermineNachrichten und Termine

 

Meine Einschätzung der neuen Audiobotschaft von Hamza Ibn Ladin.

CIA und global bekannte Analysten bestätigen meine Warnung aus Mai 2017 bez. Hamza Ibn Ladin als vorgesehenen neuen Anführer des Netzerwerkes um Al Qaidah Core in Afghanistan-Pakistan (AQC.AFPAK).

Meine Anmekungen zum neuen SIGAR-Report Afghanistan: "Wie der Westen den "Krieg gegen den Terrorismus" verliert - Lehren aus 15 Jahre Afghanistan-Einsatz".

Meine Anmerkungen zur derzeitigen Diskussion über das Thema Islam/Gewalt vor der Folie aktueller innenpolitischer Entwicklungen.

Unsere Anmerkungen zur Studie "Muslimbruderschaft in Österreich".

 

Meine Anmerkungen zum Anschlag Barcelona u. "Wo bleibt ein Terrorbekämpfungsplan?"

 

Neue Studie zum Inhalt saudi-arabischer Schulbücher. Und meine Forderung nach einem entschlossenen politischen Handeln gegen saudische Da'wah Bemühungen in D./Ö.

 

Meine Anmerkungen zum Anschlag Hamburg.

 

Neue Studie "Winning the Blame Game: The Caliphate of Complete Disaster" (ICCT-The Hague) bestätigt erneut die Ausführungen unseres Projektes "Irak-Partner Europas".

 

Neue Studie "After ISIS: Creating Strategic Stability of Iraq" bestätgit Ziele von "Irak - Partner Europas".

 

Einschätzung von mir in der Kronen Zeitung zu einem Salafi Dschihadi Video mit einem deutschen Foreign Fighter, mit dem man neue Foreign Fighter zur Hidschra nach Syrien bewegen wll.

 

Der Think Tank Atlantic Council legt mit Future of Iraq die gleichen Empfehlungen wie unser Projekt Irak - Partner Europas  für den Wiederaufbau des Irak vor.

Erst Schaffung von Sicherheit. Dann State- und Nation Building.

 

Neue Aussendung, die verdeutlicht, wie unsere Positionen vermehrt Eingang in die Politik finden.

 

Mein neuer Artikel zu den Themen: Gründung Verband Liberaler Muslime und Solidarität mit Dr. Amer Albayati (ILMÖ), der wegen neuer Morddrohungen untertauchen musste.

 

Men neuer Artikel bei Schlaglichter.at zum Salafi Dschihadismus.

 

Anmerkungen zum Kosovo als Spielball von Saudi-Arabien und der AKP, die beide durch ihre jeweiligen Aktivitäten auch Gefährder der Inneren Sicherheit und Destabilisierer des gesellschaftlichen Verbundsystems in Deutschland/Österreich sind.

 

Artikel bei Dr. Amer Albayati zum Anschlag Stockholm: Neben unseren Warnungen im November 2016 warnte auch die Homeland Security (DHS) nach dem Anschlag Berlin vor weiteren Low Level Anschlägen in Westeuropa-Nordamerika (WENA-Region) , für die die Internetmagazine Rom (DAESH) und Inspire (AQAP) im Rahmen des Open Source JIhad (OSJ) Anleitungen bieten.

 

Mein neuer Artikel bei Schlaglichter.at zum Thema: Terrorismusbekämpfung im Spannungefls von Freiheit und Sicherheit.

 

Mein neuer Artikel bei Schlaglichter.at zum Thema: Erdoğans Okzidentalismus

 

Meine Einschätzung bei vice.com zum DAESH Internetmagazin ROM - Mordaufrufe gegen Nichtmuslime und Muslime

 

Mein erster Beitrag bei Schlaglichter.at: Islam und Staat

 

Mein Beitrag im ILMÖJahresbericht 2017: "Anmerkungen zur aktuellen Diskussiom um Islam und Schariah" mit einem Schwerpunkt al-Maqasid asch-Schariah

 

Artikel: DAESH Internetmagazin Rom - Ausgabe 6 (deutsche/englische Ausgabe): "Attentat Istanbul und Rückerobderung Irak"

 

Artkel bei Efgani  Dönmez (Grüne Österreich): "Österreich ist ein schönes Land - insbesondere für Islamisten"

Eine im Rahmen der gegen mich laufenden Cybermobbing Kampagne ins Netz gestellte Webseite von anonymen Hetzern, die seit Jahren Unwahrheiten über mich und Hass gegen Ex Muslime in Österreich verbreitet, wurde dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (Wien) gemeldet. Wegen des mutmaßlichen salafistischen Hintergrundes der feigen Hetzer folgt demnächst ein entsprechender Strafantrag wegen politisch motivierter Kriminalität

 

Artikel zum Thema: "Die neue Gefährdergeneration: Cubes of the Caliphate Europa"

 

Artikel zum vereitelten Terroranschlag in Wien und die 5. Welle des Terrorismus (Albayati/Tartsch/Neumann)

 

Artikel: AKEPE-Türkei: Kommt die Stagflation?

 

Artikel in der neuen Druckausgabe des Magazins "allesroger?" zum Thema Dschihadismus made in Austria, mit Einschätzungen von Dr. Albayati und mir.

 

Artikel: "Droht der WENA-Region das Chalifat"

Zur Versachlichung der aktuellen Diskussion um die innere Sicherheit – WENA-Region sicherste Region bezüglich der Gefährdung durch Salafi Dschihadi Terrorismus.

Neue Foreign Fighter Studie: Frauen u. Kinder vermehrt Dschihadis - Bestätigung Warnungen Dr. Tartsch u. Dr. Albayati (ILMÖ)

 

Pressemitteilung ILMÖ zum Terroranschlag in Berlin.

 

 Artikel zu den Themen:

"Anschlag Jordanien und Voraussage 2017: Weiterhin Anschläge auf Touristen in der MENA-Region als Form des Economic Jihad".

 

Artikel zum Thema: "AKEPE-Türkei: Euraismus als zukünftige geopolitische Leitlinie?".

 

Artikel zur neuen Ausgabe des IS Internetmagazins "Rom" mit dem Aufruf zu Einzel- und Gruppenattacken mit Messern

 

Gefährdungseinschätzug 2017: Gleichbleibend hohe abstrakte Gefährdungslage in der WENA-Region durch IS und al-Qaidah

 

Artikel von mir im Blog Dr. AlbayatI: "Ohio State Attack: Blaupause IS Magazin Rom -Issue 3? - Dr. Tartsch: Nachahmungstaten in Europa jederzeit möglich"

 

Artikel in der Kronen Zeitung zu einer möglichen IS Attacke in Mühlheim/ NRW, der zu meiner Einschätzung Anfang Oktober 2016 wegen eines Tötungsaufrufes als Ausformung des individuell ausgeübten Leaderless Dschihad gegen Soft Targets (IS Internatmagazin Rom-Ausgabe2) verlinkt ist.

 

 

Nachrichten und TermineNachrichten und Termine

 

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asch-Scharq al Ausat (Mittlerer Osten)asch-Scharq al Ausat (Mittlerer Osten)

 

Irak - Partner Europas

العراق - شركاء أوروبا 

 

Iraks Rolle bei der globalen Terrorbekämpfung

 

Der Irak steht als gleichberechtigtes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft an vorderster Front der Anti-Terror-Koalition im globalen Kampf gegen den Terrorismus

 

Der Irak benötigt die Unterstützung des Westens im Krieg gegen den Terrorismus und den Wiederaufbau des Landes

 

Zukünftige Herausforderungen und Chancen für den Irak und den Westen

 

 

Von: Dr. Thomas Tartsch

 

1. Der Irak an vorderster Front im Krieg zwischen Freiheit und Unfreiheit

 

Seit dem 11.09.2001 befindet sich die Welt in einem offenen Krieg mit dem Terror. Ein Krieg, der lokal und global geführt wird. Ein Krieg, der angeblich ein Religionskrieg zwischen Islam und allen anderen Religionen ist. Ein Krieg, der angeblich einen Clash of Civilization (Samuel P. Huntington) zwischen Islam und Westen darstellt.

 

Dieser uns allen aufgezwungene Terror-Krieg ist in Wirklichkeit aber die gerechte Verteidigung gegen ein mörderisches Abschlachten durch Verbrecher, die jeden töten, der nicht ihrer Ideologie folgt, weil dies angeblich „der Islam“ befiehlt.

 

Die Iraker lassen sich nicht von der angeblichen Frömmigkeit dieser Verbrecher täuschen, deren falsche Auslegung des Islam nur ihre reine Mordlust und ihre perversen Machtphantasien legitimieren soll.

Das die Freiheit liebende irakische Volk und die von ihr demokratisch gewählte Regierung haben dies schon lange erkannt. Und stehen daher seit Jahren im Fadenkreuz des Terrors.

Hunderttausende Tote. Millionen aus ihren Häusern vertriebene Menschen. Und finanzielle Verluste in Milliardenhöhe, die man für den Wiederaufbau und die wirtschaftlichen Entwicklung des Landes dringend benötigt hätte, hat dieser Krieg den Irak bisher gekostet, der zum erklärten Feind der Terroristen gehört.

 

Die Terrormiliz DAESH (sogenannter Islamischer Staat im Irak und der Levante-Syrien) und das Netzwerk um Al Qaidah Core (AQC) sind für den vorgeblich religiös legitimierten Terrorismus das, was die Transnationale Organisierte Kriminalität (TOK) für das Verbrechen ist. Aber ihr Ziel ist es nicht, ökonomische Gewinne aus Verbrechen, wie Drogen- und Menschenschmuggel nach Europa, zu erzielen.

 

Ihr Ziel ist es, die Welt neu zu erschaffen - und Menschen überall auf der Welt ihre radikalen Überzeugungen aufzuzwingen.

 

Diese Terroristen praktizieren eine Randform des islamischen Extremismus, die von muslimischen Gelehrten und der großen Mehrheit der friedliebenden Muslime auf der ganzen Welt abgelehnt wird - eine Randbewegung, die die friedlichen Lehren des Islam für ihre Ziele pervertieren und missbrauchen, während Muslime die ersten Opfer ihrer terroristischen Akte waren und bleiben.[1]

 

Die Terroristen töten ohne Unterscheidung von ethnischer Herkunft oder religiöser Überzeugung.

Sie töten ohne Unterscheidung Muslime, Christen, Juden und andere religiöse Minderheiten wie die Jesiden, die im Irak Opfer eines faktischen Genozids der Terroristen wurden.

Ohne Unterscheidung zwischen Militär und Zivilisten, einschließlich Frauen, Kinder und alte Menschen.

 

Diese Terroristen töten nicht nur, um einzelne Menschenleben auszulöschen, sondern um ganze Zivilisationen und eine ganze Lebensweise auszulöschen.

Dazu zerstören sie historische Stätten, die zum Weltkulturerbe der epochalen Zivilisation des Zweistromlandes Irak gehören, um diese für immer von der Welt zu tilgen.[2] So in Mossul, Ninive, Nimrud und Hatra, wo kulturelles Welterbe dem Hass der Terroristen zum Opfer fiel.[3]

Mit jeder Gräueltat in der islamischen und nichtislamischen Welt hoffen sie, Furcht und Terror zu schüren, um ihre rückständige und menschenverachtende Ideologie durchsetzen zu können, die keine Legitimierung in der islamischen Religion besitzt.

So wie im Irak.

Ein Land, welches seit Jahren an vorderster Front im globalen Kampf gegen den Terrorismus von Gruppen wie die Terrormiliz DAESH und dem Netzwerk al-Qaidah steht.

Ein Land, welches seit den Tagen von Al Qaidah in Iraq (AQI) und ihrem Anführer Abu Musab az-Zarqawi einen hohen Blutzoll gezahlt hat, um der Bedrohung zu widerstehen, die darauf abzielt, nicht nur die Republik Irak zu vernichten, um das Land in ein globales Kalifat einzugliedern.

Sondern deren Absicht es ist, die ganze irakische Kultur auszulöschen, da der Irak mit Stolz auf eine Jahrtausende alte Geschichte und Kultur zurückblicken kann, da sich der heutige Irak auf dem Gebiet des alten Mesopotamien (Bildad ma’a bayna an-Nahrayn = arab. „Land zwischen den beiden Flüssen - Tigres und Euphrat“) befindet. Und damit dort, wo die Wiege aller heutigen Kulturen und Zivilisationen liegt.

Das ist auch ihr Ziel im Westen. Die dortige Zivilisation und die damit verbundene freie Lebensweise zu eliminieren, um stattdessen ein angeblich islamisch legitimiertes Kalifat zu errichten, welches Teil eines globalen Kalifates werden soll.

 

Damit sind die Terroristen von DAESH und al-Qaidah nicht nur der erklärte Feind des irakischen Volkes. Sondern auch Feinde der gesamten Menschheit.

 

Die Terroristen stellen sich gegen das irakische Volk, weil es ihren Zielen im Weg steht. Sie töten das irakische Volk, weil es unempfänglich ist für ihre angebliche Heilsbotschaft, die in Wirklichkeit unendliches Leid über das irakische Volk gebracht hat.[4]

Das irakische Volk und die Regierung werden daher als Antwort auf diese existentielle Bedrohung alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen - alle Mittel der Diplomatie, alle nachrichtendienstlichen Mittel, alle polizeilichen Instrumente und alle militärischen Kräfte, um die bestehenden Netzwerke der Terroristen und das Kalifat eines selbsternannten Kalifen zu zerstören.

Und das ausdrücklich nicht nur für das irakische Volk. Sondern auch für den Schutz westlichen Länder.

Für seine Verbündeten. Seine Freunde. Seine Partner, denen sich der Irak in einer gleichberechtigten Partnerschaft verbunden fühlt.

Vereint im Krieg gegen den lokal und global ausgerichteten Terrorismus, der uns alle bedroht, da dieser Krieg als glokaler Konflikt (Glocal Conflict) eine Herausforderung für alle Staaten darstellt, die nicht an Ländergrenzen gebunden ist.[5]

Was im Irak geschieht, hat damit sowohl in negativer, als auch in positiver Weise sicherheitspolitische Folgen für den Westen. Vom global agierenden Terrorismus bis zur Bewältigung von Flüchtlingsströmen in den Westen.

 

Dieser Terror-Krieg ist ein Krieg, wie es ihn zuvor nicht gab.

 

Nicht ein Krieg von Staaten als Monopolisten militärischer Gewalt im Rahmen eines geregelten und räumlich eingegrenzten Konfliktes.

Sondern ein Krieg gegen einen Gegner, der keine Tabus kennt.

Der jeden tötet, der seinem Ziel im Weg steht.

Der jedes Land angreift, welches für eine freie, demokratische und zivilisatorische Lebensweise steht, wo Menschen unterschiedlichster religiöser Orientierung friedlich zusammenleben können.

So auch den Irak, der erlebt hat, wie die Terroristen auf seinem Staatsgebiet Teile eines Kalifates errichteten, wo Terror und Angst regieren.

Wo zehtausende ausländischer Kämpfer aus dem Westen seit Jahren das irakische Volk bedrohen, die nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer mehrfach auch dort Terror verbreiten haben. Und weiter Terror verbreiten werden.

Ein Gegner, der Kinder, Frauen und alte Menschen ohne Gewissen abschlachtet.

Der Kinder als „Cubes of the Caliphate“ zu fanatisierten Kindersoldaten abrichtet.

Ein Gegner, der Mädchen und Frauen zu Sexsklavinnen erniedrigt, um diese in ihrem Kalifat auf den Sklavenmärkten im syrischen ar-Raqqah und im irakischen Mossul zu verkaufen.

Der ganze Dorfgemeinschaften im Irak hingerichtet hat, weil diese DAESH nicht unterstützen wollten.

Die gefundenen Massengräber bei der Befreiung von Gebieten, die unter Kontrolle von DAESH standen, sind der irakischen Regierung Mahnung und Verpflichtung.

 

Denn dieser Krieg ist nicht nur ein Krieg des Irak gegen den Terrorismus.

Und es geht hier nicht nur um die Freiheit und Einheit des Irak.

Dies ist ein Krieg der gesamten freien Welt gegen den Terrorismus.

Kein Krieg als Clash of Civilization zwischen Islam und Westen.

Sondern ein Krieg zwischen Zivilisation und Barbarei.

 

Ein aufgezwungener Krieg für alle, die an Fortschritt und Pluralismus, Toleranz und Freiheit glauben. Gegen diejenigen, die in der Tradition der politischen Ideologien des 20. Jahrhunderts wie Stalinismus und Nationalsozialismus stehen, die unendliches Leid über die Menschen gebracht haben. Die nichts anderes anstreben als Massen- und Völkermord. Und das unabhängig von ethnischer Herkunft und religiöser Überzeugung, weil jeder ein Opfer der Terroristen werden kann.

.

Wir stehen damit in einem Krieg, bei dem es nicht nur um das Ringen zwischen Zivilisation und Barbarei geht.

Sondern auch in einem Krieg, der entscheiden wird, ob wir in Zukunft in Freiheit oder Unfreiheit leben werden.

 

Und das nicht nur in Bagdad, Mossul, Tikrit, Basra, Erbil und Kirkuk. Sondern auch in Washington, Berlin, Paris, London und allen anderen europäischen Metropolen.

Ein Krieg, der mit dem 11.09.2001 begann. Und dessen Ende nicht absehbar ist.

 

Eines aber ist sicher: Terrorismus ist eine Bedrohung für die ganze Menschheit.

 

Der Irak wird daher alle genannten Maßnahmen ergreifen, um den Terrorismus als essentielle Bedrohung seiner staatlichen Existenz und Bedrohung der irakischen Bevölkerung zu bekämpfen.

Ihn zu stoppen, zu vernichten und auszumerzen, wo immer er entsteht, sich festsetzt und sich anschickt, transnational zu agieren.

Die irakischen Sicherheitskräfte standen immer an vorderster Front gegen den Terror.

Vor allem die irakischen Armee, die von der irakischen Regierung aktuell den irakischen Streitkräften unterstellte Dachorganisation Al-Hashd Al-Sha’abi (Volksmobilisierungseinheiten - Verteidigungsgruppen) - Popular  Mobilization Units (PMU) und die kurdischen Peschmerga in Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen irakischen Sicherheitskräften.[6]

Und Stämme vor Ort, die schon einmal Al Qaidah in Iraq (AQI) besiegt haben. Deshalb können die Iraker mit Gewissheit sagen: „Unser Sieg ist nahe, wir werden mit Entschiedenheit die Terroristen endlich aus dem ganzen Irak für immer vertreiben!“ Gleichzeitig wendet sich die irakische Regierung an den Westen:

 

„Der Irak fordert den Westen auf, an unserer Seite zu stehen.

Als gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe. Verbunden im Krieg gegen einen Gegner, wie es ihn vorher nicht gab. Wir sehen jeden terroristischen Anschlag der Anhänger von DAESH und al-Qaidah im Westen auch als Angriff auf den Irak, da ein Anschlag auf einen ein Anschlag auf alle ist. Und wir glauben an die gleiche Sichtweise im Westen.“

 

Denn wenn der Irak in die Hände der Terroristen fällt, wird ganz ash-Sham (die Levante) fallen.

Und wenn ash-Sham fällt, wird sich der Terrorismus von dort ungehemmt nach Europa ausbreiten. Was unter anderem bisher nicht gekannte Flüchtlingsströme aus ash-Sham in den Westen auslösen würde. Deren Ausmaße würden alle bisherigen Flüchtlingsströme der letzten Jahre in die EU übertreffen, die dann vor einer existentiellen Bedrohung stehen würde.

 

2. Iraks Herausforderungen und Chancen: State Building, nationale Sicherheit und Wohlstand

 

Der Irak benötigt für die kommenden Herausforderungen finanzielle und personelle Unterstützung.[7]

Die Iraker sind dankbar für die bisher geleistete Hilfe vieler Länder, Organisationen und Privatpersonen – von Anteilnahme bis zur Unterstützung im Krieg gegen den Terrorismus.[8] Ebenso für die humanitäre Hilfe für die aus dem Irak geflüchteten Menschen, die in Flüchtlingscamps leben müssen, wobei der Irak derzeit schon die Aufgabe der Unterbringung und Versorgung der über 3,3, Mio. Binnenflüchtlinge nicht alleine bewältigen kann.[9] Oder die in Europa für die Zeit des Krieges aufgenommen wurden, bis die Sicherheitslage im Irak eine Rückkehr ermöglicht.

Aber es sind noch viele Anstrengungen notwendig, damit der Irak die vor ihm liegenden Herausforderungen bewältigen kann, die in der Generierung einer nationalen Identität im Rahmen des State Building, Wiederherstellung der nationalen Sicherheit und der Schaffung wirtschaftlichen Wohlstandes liegen.

 

Aber jeder Dollar und Euro, der hierfür in den Irak investiert wird, ist eine wirksame Waffe gegen den Terrorismus und seiner menschenverachtenden Ideologie.

Wirksamer als Patronen, Panzer und Raketen, da hiermit der Nährboden der Terroristen vor Ort ausgetrocknet wird.

Und es ist besser, die Ursachen von Terrorismus im Vorfeld zu bekämpfen, als später einen Krieg führen zu müssen, den keiner will.

 

State Building: Nationale Einheit und staatliches Gewaltmonopol

Der Irak befindet sich in einer grundlegenden Transformation im Rahmen des State Building, an deren Ende nationale Einheit stehen wird, die über alle ethnisch-religiösen Grenzen hinweg das Land vereint, um die Wunden der Vergangenheit für alle Zeiten zu heilen.

Diese angestrebte identitäre Einheit als allgemein geteiltes Nationalgefühl und Anerkennung der demokratisch gewählten Regierung stellt eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Terrorismus dar, der sich nur dort festsetzen kann, wo Instabilität, Unsicherheit, Unrecht und Ungleichheit herrschen, was auch die UN Global Counter-Terrorism Strategy bestätigt.[10]

Herstellung von staatlicher Stabilität und Sicherheit durch die irakische Regierung als vom Volk anerkannte Autorität und Inhaber des staatlichen Gewaltmonopols wird daher im Irak den Nährboden für terroristische Gruppen entziehen.

Hierzu bedarf es aber intensiver finanzieller Anstrengungen zum Aufbau entsprechender demokratischer Strukturen und des Elite Building zur Durchsetzung notwendiger Reformen, für die der Irak auf westliche Unterstützung angewiesen ist, um einen gefestigten demokratischen Staat mit einer geeinten Bevölkerung zu errichten.

 

Der Irak kann ein Vorbild für Freiheit und Demokratie in der Region werden.

Ein Staat in der islamischen Welt mit einer spezifischen Form der Demokratie im arabisch geprägten Raum, wo alle Einwohner, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft und religiösen Orientierung, gleiche Rechte besitzen.

Ein Vorbild mit Ausstrahlungskraft auf andere Länder in der Region, die vor den gleichen Herausforderungen stehen.

 

Die irakische Regierung als alleiniger Inhaber der militärischen Gewalt

Gleichzeitig erfolgt derzeit die Wiederherstellung der nationalen Sicherheit durch die Reformation der irakischen Sicherheitsarchitektur, da in Zukunft Kräfte wie Al-Hashd Al-Sha’abi, die an vorderster Front bei der Bekämpfung von DAESH stehen, offizieller Teil der nationalen Sicherheitskräfte darstellen, die den Weisungen des Generalbefehlshabers der irakischen Streitkräfte unterstehen.

Und in Zukunft damit nicht mehr Verbündete einzelner politischer oder sozialer Gruppen im Irak sind. Ebenso verdeutlicht das Kabinettsdekret Nr. 91 vom 24/2/2016 und das Gesetz „Die Volksmobilisierungseinheit“ – Gesetz Nr. ( ) 2016 zu Al-Hashd Al-Sha’abi die Bemühungen der irakischen Regierung, Waffen nur noch in den Händen der irakischen Streitkräfte zu belassen, um die staatliche Souveränität zu sichern und die Sicherheitslage zu kontrollieren.

Dies stellen erste Schritte dar, um bisherige Rivalitäten von sunnitischen, schiitischen und anderen Gruppen zu überwinden, womit auch der im Westen teilweise verbreitete Sorge vor der Entstehung autonomer Strukturen neben der irakischen Regierung begegnet wird, da der Irak ein autonomer Staat mit vollständiger politischer Souveränität ist, dessen Regierung in Zukunft allein die Kontrolle über die Streitkräfte und aller anderen Sicherheitsorgane ausüben wird.

 

Der Irak als Mediator in der Region zur frühzeitigen Konfliktbewältigung

Aber der Irak kann als politischer Souverän in Zukunft in der Region aufgrund seiner religiösen und politischen Vielfalt ebenso als Vermittler zwischen den Westen und lokalen Regierungen, wie den schiitischen Iran und dem sunnitischen Saudi-Arabien fungieren, um lokale Konflikte im Vorfeld kriegerischer Auseinandersetzungen diplomatisch zu lösen.[11]

Der Irak hat auch hierzu erste Schritte unternommen, da sich der irakische Außenminister Ibrahim al-Jafaari auf Initiative der Gulf Cooperation Countires (GCC) als Mediator zwischen Iran und Saudi-Arabien angeboten hat, um die bestehende diplomatische Eiszeit zwischen beiden Ländern aufzutauen.

 

Wiederaufbau und Wohlstand : Chancen für den Irak und den Westen

Nach der Generierung einer nationalen Identität im Rahmen des State Building und der Herstellung von Sicherheit im Irak gilt es, wirtschaftlichen Wohlstand für das irakische Volk zu schaffen, welches eine junge und dynamische Altersstruktur aufweist.

Das beinhaltet Chancen und Risiken, da derzeit viele junge Menschen aufgrund der jahrelangen Kriegsfolgen keine Aussicht auf eine Arbeit haben, um sich eine Zukunft aufbauen zu können. Und die Zeit des Wiederaufbaus des Wirtschaftssektors gerade erst beginnt. Damit wurden in der Vergangenheit nicht wenige Opfer der Verlockerungen der Terroristen. Gleichzeitig sind hunderttausende junge Menschen aus dem Irak vor dem Terror geflohen, die derzeit in Flüchtlingscamps und in Europa leben müssen.

 

Es liegt daher auch im Interesse des Westens, solche Abwanderungen durch finanzielle Investitionen vor Ort zu verhindern, um Anreize für das Bleiben und die Rückkehr in den Irak zu ermöglichen.

 

Zumal diese jungen Iraker zum Wiederaufbau gebraucht werden, um wirtschaftliche Prosperität zu schaffen, die Voraussetzung für Wohlstand und Bildung ist. Was in Zukunft allen Irakern zugute kommen wird, die beides wichtige Waffen im Kampf gegen den Terrorismus darstellen.

Gelingt dies, werden nicht nur die Wanderungsbewegungen vom Irak in den Westen abnehmen, während die in Europa für eine Zeit aufgenommenen Flüchtlinge zurückkehren können, was auch für die derzeit in Flüchtlingscamps lebenden Iraker gilt.

 

Sondern es eröffnen sich auch neue Absatzmärkte mit einem hohen Potential von jungen Konsumenten im Land, womit wirtschaftliche Beziehungen zum Nutzen beider Seiten geknüpft werden können.

 

3. Der Irak: Verlässlicher Partner auf Augenhöhe im Krieg und im Frieden

 

Der Irak steht die nächsten Jahre vor Herausforderungen, die auch Chancen darstellen. Für das Land selbst und den Westen.[12]

Das irakische Volk hat in der Vergangenheit viel ertragen und zahlt derzeit einen hohen Preis, weil es der Feind des lokal und global agierenden Terrorismus ist.

Aber es hat nie aufgegeben und wünscht sich, wie alle Menschen, eine friedliche Zukunft in Sicherheit und Wohlstand.

Das kann der Irak aber nur schaffen, wenn der Westen finanzielle und personelle Hilfen bereitstellt, um die angesprochenen Herausforderungen bewältigen zu können.

Einiges hat sich in den letzten Jahren im Irak schon bewegt. Aber vieles muss noch folgen. Und wird folgen.

Damit kann am Ende festgehalten werden:

Der Irak ist als junge Demokratie ein zukunftsorientiertes Land, welches fest an der Seite des Westens steht.

Wenn es als gleichberechtigter Partner und souveräner Staat behandelt wird. Davon geht die irakische Regierung aus, weil es selbst ein verlässlicher Partner auf Augenhöhe im Krieg und in Frieden ist.

 

Zusammenfassung:

 

1. Erst Schaffung von Sicherheit.

2. Dann State-, Nation-, und Elite Building.

 

2a. Konzentrierung des staatlichen und militärischen Gewaltmonopols bei der demokratisch gewählten Regierung der Republik Irak.

 

2b. Generierung einer überformenden und allgemein geteilten nationalstaatlichen Identität, um das Auseinderbrechen des Landes zu entlang ethnischer und religiöser Bruchlinien zu verhindern. Und die Wunden der Vergangenheit zu heilen, da etwa der sunnitisch-schiitische Konflikt, mit seinen Wurzeln im 7. Jahrhundert, Zündstoff für neue Konflikte bietet

 

2c. Aufbau demokratischer Strukturen, um eine den Gegebenheiten angepasste Demokratie aufzubauen, da der Versuch der gewaltsamen Überstülpung eines westlichen Organisationsmodells seit 2003 von Anfang an nicht funktioniert hat. Vielmehr hat dieser erst den sunnitischen Aufstand verursacht, durch den sich der religiös legitimierende Terrorismus als Freerider als Al Qaidah in Iraq (AQI) an den Konflikt anklammern konnte. Woraus dann später DAESH entstand.

 

2d. Wirtschaftlicher Aufbau zur Austrocknung extremistischer Nährböden und Eröffnung von Perspektiven für die junge und dynamische irakische Gesellschaft, womit auch neue Absatzmärkte geschaffen werden, die vielfältige Möglichkeiten für die europäische Wirtschaft bieten.

 

2e. Möglichkeit der Rückkehr für die von Europa auf Zeit aufgenommenen Iraker, die man zum Wiederaufbau benötigt. Ebenso für die derzeit in Lagern lebenden Iraker.

 

2f. Gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Europa und Irak, da dieser ein verlässlicher Partner ist. Und das nicht nur in der Bekämpfung des lokal und global agierenden Terrorismus, der auch nach dem Ende des DAESH Chalifates eine Bedrohung für Europa bleibt. Sondern auch als Mediator für die diplomatische Konfliktbearbeitung im Vorfeld militärischer Auseinandersetzungen in der Region bezüglich virulenter und zukünftiger Konflikte zwischen den lokalen Playern Iran, Saudi-Arabien, Katar und Türkei.

 

 

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Der Autor:

Thomas Tartsch; Dr. rer. Soc. und Dipl. Soz.-Wiss; Seit über 15 Jahren verschiedene Tätigkeiten in den Bereichen: Terrorism-Counterterrorism; Islamismus und Dschihadismus; Politikberatung; Vereinbarkeit von Islam und freiheitlichen, säkularisierten Staat; Vertreter einer vermittelnden Position auf Grundlage des Konzeptes vom Weg der Mitte (at-Tariq al-Ausat).

 

Aktuelle Arbeitsgebiete:

  • Islam/ Islamismus /Salafismus/ Salafi Dschihadismus (DAESH, al-Qaidah)
  • Terrorismus / Terrorismusabwehr
  • Interkultureller Konflikt und Konfliktlösung
  • Integration/ identifikative Assimilation
  • Countering Violence Extremism (VCE)
  • Politikberatung, politische Kommunikation, Agenda Setting, Issue Management
  • Ansprechpartner für Medien
  • Neugestaltung des Verhältnisses zwischen westlicher und arabischer Welt im 21. Jahrhundert

Internetpräsenz: www.thomastartsch.org

Kontakt:             post@thomastartsch.org

 

Anmerkungen



[1] Muslims Are the VICTIMS of “Between 82 and 97% of Terrorism-Related Fatalities”: US Government, Global Research – Center for research on Globalization, 25.03.2016, abrufbar unter:

http://www.globalresearch.ca/muslims-are-the-victims-of-between-82-and-97-of-terrorism-related-fatalities-us-government/5516565

 

[2]Destroying the Past: ISIS and Our World Cultural Heritage, Alexis Johns,  GlobalJusticeBlog – University of Utah, 10.11.2014, abrufbar unter:

https://www.law.utah.edu/destroying-the-past-isis-and-our-heritage/

 

[3]ISIS’s  War on Cultural Heritage and Memory, Graciela Gestoso Singer - Senior Researcher Centro de Estudios de Historia del Antiguo Oriente (CEHAO), Pontifical Catholic University of Argentina, 09.05.2015, abrufbar unter:

http://ukblueshield.org.uk/wp-content/uploads/2015/06/Singer-Isis_Against_World_Heritage.pdf

 

[4] Iraq: ISIS Abducting, Killing, Expelling Minorities. Armed Group Targeting Christian Nuns, Turkmen, Shabaks, Yazidis, Human Rights Watch, 19.07.2014, abrufbar unter:

https://www.hrw.org/news/2014/07/19/iraq-isis-abducting-killing-expelling-minorities

 

Next Steps for Addressing ISIS Genocide, The Heritage Foundation, 07.04.2016, abrufbar unter:

http://www.heritage.org/middle-east/report/next-steps-addressing-isis-genocide

 

[5] Commentary. Regional and Local Conflicts in the War on Terror. War on Terror in Perspective, Mark N. Katz, Middle East Policy Council, ohne Datumsangabe, abrufbar unter:

http://www.mepc.org/articles-commentary/commentary/regional-and-local-conflicts-war-terror?print

 

[6]Law passes making the PMU a part of Iraq’s national forces, Paul Antonopoulos, Al-Masdar News, 19.12.2016, abrufbar unter:

https://www.almasdarnews.com/article/law-passes-making-pmu-part-iraqs-national-forces/

 

[7] Future Development. Iraq’s internally displaced populations and external refugees – a soft landing is a requisite for us all, Sibel Kulaksiz and Omer Karasapan, The Brookings Institution, 02.04.2015, abrufbar unter:

https://www.brookings.edu/blog/future-development/2015/04/02/iraqs-internally-displaced-populations-and-external-refugees-a-soft-landing-is-a-requisite-for-us-all/

 

[8] Irak-Geberkonferenz. Deutschland hilf mit zusätzlich 160 Millionen Euro, Zeit Online, 20.07.2016, abrufbar unter:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-07/irak-geberkonferenz-is-frank-walter-steinmeier

 

[9]Hilfseinsatz im Irak. Irak: Notlage wächst von Tag zu Tag ,UNO-Flüchtlingshilfe, ohne Datumsangabe, abrufbar unter:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/nothilfe/irak.html

 

[10]UN Global Counter-Terrorism Strategy, United Nations  Counter-Terrorism Implementation Task Force (CTITF), ohne Datumsangabe, abrufbar unter:

https://www.un.org/counterterrorism/ctitf/un-global-counter-terrorism-strategy

 

[11]Will Iraq succeed in bringing Iran, Saudi Arabia closer?, Ali Mamouri, Al-Monitor - Pulse of the Middle East, 25.01.2017, abrufbar unter:

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2017/01/saudi-iran-iraq-pilgrim-hajj-nimr.html

 

[12] „Im Irak hat Stabilisierung Vorrang vor Demokratisierung“. Über die Bekämpfung von Fluchtursachen, Krisenengagement und Lehren aus Afghanistan, Stefan Stahlberg, Konrad-Adenauer-Stiftung, 15.12.2016, abrufbar unter:

http://www.kas.de/wf/de/33.47450/

 

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